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  • Erster Ausbruch der Blauzungenkrankheit (BTV-3) in Tschechien bestätigt

    Die tschechischen Veterinärbehörden haben den ersten Ausbruch der Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease, BTV) des Serotyps 3 im Jahr 2026 bestätigt. Für Schaf- und Ziegenhalterinnen und -halter ist es daher besonders wichtig, ihre Tierbestände aufmerksam zu beobachten und sich über die aktuelle Situation zu informieren.

    Blauzungenkrankheit betrifft vor allem Schafe

    Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Tierseuche, die Schafe, Ziegen und andere Wiederkäuer befällt. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr – weder durch den Kontakt mit Tieren noch durch den Verzehr von Fleisch oder Milch.

    Übertragen wird das Virus durch Gnitzen (Culicoides-Arten) – winzige, blutsaugende Stechmücken. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier findet grundsätzlich nicht statt.

    Schafe gelten als die empfindlichste Tierart und zeigen häufig schwere Krankheitsverläufe. Typische Symptome sind:

    • Fieber
    • Schwellungen und Entzündungen im Bereich von Maul, Lippen und Zunge
    • Lahmheit und Klauenentzündungen
    • verminderte Futteraufnahme
    • Abgeschlagenheit

    Todesfälle können insbesondere bei Schafen auftreten. Aktuelle Erfahrungen aus Europa zeigen zudem, dass der Serotyp BTV-3 häufig schwerere Krankheitsverläufe verursacht als andere Serotypen.

    Auch Ziegen können sich infizieren. Sie zeigen jedoch häufig nur milde oder gar keine klinischen Symptome und können deshalb unbemerkt infiziert sein.

    Schutz der Tierbestände

    Eine spezifische Behandlung gegen die Blauzungenkrankheit gibt es nicht. Zum Schutz der Tierbestände stehen jedoch serotypspezifische Impfstoffe zur Verfügung. In Österreich ist die Impfung gegen die Serotypen 1, 3, 4 und 8 zulässig und kann auf freiwilliger Basis in Absprache mit der Hoftierärztin bzw. dem Hoftierarzt erfolgen.

    Ergänzend können Maßnahmen zur Verringerung des Kontakts mit Gnitzen – etwa der Einsatz von Repellentien oder eine Aufstallung der Tiere zwischen Abend- und Morgendämmerung – den Infektionsdruck reduzieren. Diese Maßnahmen ersetzen jedoch keine Impfung.

    Der ÖBSZ empfiehlt allen Schaf- und Ziegenhalterinnen und -haltern, ihre Tiere regelmäßig auf Krankheitsanzeichen zu kontrollieren und bei Verdacht umgehend die betreuende Tierärztin bzw. den betreuenden Tierarzt zu kontaktieren.

    Weiterführende Informationen

    Aktuelle Informationen zur Situation in Österreich sowie zu den geltenden Maßnahmen finden Sie auf den Seiten der Kommunikationsplattform Verbrauchergesundheit (KVG) und der AGES:

     

    Foto: Anna Weber

     

    28.07.2026
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